von Dipl.-Ing. Horst Lüning

1. Öl und Gas sind endliche Ressourcen und nicht recyclingfähig. 96% des Inhalts einer Li-Ion Traktionsbatterie können dagegen recycelt werden.

2. Strom kann auf vielfältige Weise hergestellt und verteilt werden. Öl und Gas müssen über sehr große Entfernungen transportiert werden. Unsere Strominfrastruktur ist vollständig. Überall wo ein Elektroherd steht, kann ein E-Auto laden.

3. Es gibt schon heute genügend Strom für 40 Mio. E-Autos in Deutschland. Die tägliche Fahrtstrecke beträgt im Schnitt 43km. Die dafür benötigten 7kWh Strom lassen sich über eine Schuko-Steckdose in 2,5h übertragen.

4. Unsere Kraftwerke sind ausreichend. In der ‘Nachtlücke’ von 22:00 bis 6:00 Uhr sinkt unser Strom auf 25%. Diese Lücke reicht zum Laden von 40 Mio. PKW.

5. Es gibt noch nicht ausreichend Ökostrom. Dafür ist der Wirkungsgrad von E-Autos vom Kraftwerk bis auf die Straße um den Faktor 2,5 besser als bei Verbrennern. Allein eine Verstromung des Öls würde zu einem Rückgang des Imports von 60% führen.

6. Lithium gibt es ausreichend auf der Welt. Lithium wird aus Salzseen gewonnen. Es wird dieses ungenießbare Salzwasser mit der hohen Lithium-Konzentration verwendet und kein Süßwasser verschwendet. Die Bauern bewässern ihre Felder mit Oberflächenwasser aus den nahen Bergen. Das salzige Grundwasser ist schädlich für die Felder. 5 kg Lithium werden für ein durchschnittliches Auto benötigt. Für 1kg Lithium braucht man 1.000 Liter Salzwasser. Für 1 kg Fleisch braucht man schon 1.600 Liter Süßwasser.

7. Kobalt wird zu 96% als Beiprodukt der Kupfer- und Nickelförderung gewonnen. Ein durchschnittliches E-Auto benötigt heute etwa 5 kg. Das Tesla Model 3 hat diesen Wert geviertelt und in der nahen Zukunft wird kein Kobalt mehr benötigt. US-Hersteller dürfen per Gesetz (Dodd-Frank Sec. 1502) nur Kobalt aus zertifizierter Herkunft ohne Kinderarbeit einsetzen.

8. Die Reichweite von E-Autos reicht für 95% aller Fahrten aus. Jeden Morgen beginnt man seine Fahrt mit vollem Akku und 300 bis 500 km Reichweite. Das seltene Nachladen von 200-300 km Reichweite per Schnellader dauert weniger als eine halbe Stunde in einer Fahrpause. Über Nacht lassen an einem 16A-Anschluss (etwas stärker als Schuko) 100% aufladen.

9. Der Akku macht ein E-Auto schwerer als einen Verbrenner. Das Gewicht schadet dem Verbrauch nicht, weil 70-80% der Bewegungsenergie per Rekuperation beim Bremsen wieder in den Akku geladen werden. Ein 1,8t E-Auto verhält sich energetisch wie ein 600kg Kleinwagen.

10. Akkus halten heute in E-Autos mindestens 2.000 Zyklen. Das entspricht bei Reichweiten von 300 bis 500 km Fahrtstrecken von 600.000 bis 1 Mio. km. E-Autos sind einfach in der Herstellung und besitzen nur 20 bewegte Teile im Antrieb. 2.000 bewegte und teils sehr heiße Teile im Verbrenner machen häufige Wartungen und teure Reparaturen erforderlich.

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